Neben der Analyse von einzelnen Netzen oder Gruppen von Netzen, ist es auch möglich, Netze zu aggregieren. Hierbei werden die Gemeinsamkeiten einer ausgewählten Gruppe von Netzen bestimmt und daraus ein modales Netz generiert. Hierzu wird zunächst eine Gruppe von Netzen markiert und dann über ‚Einfügen, Modales Netz’ oder das entsprechende Symbol ein modales Netz berechnet.

Hier steht zur Auswahl ein modales Netz für ungerichtete Verknüpfungen ungewichtet oder gewichtet zu bestimmen. Bevor wir uns mit der Bedeutung der einzelnen Optionen beschäftigen, soll einmal das Vorgehen für das ungewichtete modale Netz dargestellt werden:
Es wird zunächst der durchschnittliche Umfang aller Netze bestimmt, also die Anzahl der Verknüpfungen, die von den Testpartnern im Durchschnitt vorgenommen wurden. Dies wird als Umfang für das modale Netz festgelegt. In einem weiteren Prozess wird bestimmt, welche Verknüpfungen in möglichst vielen Testpartnernetzen auftauchen. Hierbei werden alle verschiedenen Verknüpfungsarten, die zwischen jeweils zwei Begriffen vorkommen nach absteigender Häufigkeit sortiert und dies ohne Berücksichtigung der Richtung der Verknüpfung (Option ‚ungerichtet’). In einem dritten Schritt werden die häufigsten Verknüpfungen in das modale Netz aufgenommen, bis der vorgegebene Umfang erreicht ist. Sollte bei der Entscheidung, welches die letzte aufzunehmende Verknüpfung sein soll, zwei Verknüpfungen mit derselben Häufigkeit vorhanden sein, so wird die mit dem höheren gewichteten Wert aufgenommen. Die Gewichtung erfolgt dabei, indem die Häufigkeit des Auftretens in den Testpartnernetzen nicht lediglich addiert wird, sondern die Relation aus dem Umfang des zu bestimmenden modalen Netzes und dem jeweiligen Testpartnernetz addiert wird. Hierdurch werden Verknüpfungen in Netzen mit geringerem Umfang höher bewertet als Verknüpfungen in Netzen mit hohem Umfang. Hierdurch kann ein übermäßiger Einfluss umfangreicher Netze verringert werden. Sollte die Entscheidung auch jetzt nicht eindeutig zu treffen sein, so wird durch Zufallsauswahl entschieden.
Der in dieser Gewichtung zugrunde liegende Gedanke wird bei der Bestimmung des gewichteten modalen Netzes bei allen Verknüpfungen umgesetzt. Hier wird also jedes Netz unabhängig vom individuellen Umfang in gleichem Maße zur Bestimmung des modalen Netzes herangezogen. Verknüpfungen aus Netzen mit geringerem Umfang werden mit einem höheren Wert repräsentiert als Verknüpfungen aus umfangreichen Netzen. Umfangreiche Netze tragen jedoch dazu bei, dass der Umfang des modalen Netzes höher wird.
Modale Netze können ebenso wie individuelle Netze analysiert werden. Ein zusätzlicher Koeffizient der bestimmt wird ist die Abbildungsleistung. Sie gibt an, wie hoch der Anteil an berücksichtigten Verknüpfungen aller Testpartnernetze ist. Bei einer Abbildungsleistung von 0,7391 sind also rund 74 % aller Verknüpfungen der Testpartner auch im modalen Netz enthalten. Die Abbildungsleistung kann als Indikator für die Homogenität der Testpartnernetze herangezogen werden.